Digitale Schule in Simbabwe

 

Nach unserer Erfahrung in Burkina Faso und nachdem wir vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschule (mit der Option des Gymnasiums) beigetragen haben, starteten wir 2018 ein zweites Projekt, diesmal in Simbabwe, um den Zugang zur Grundausbildung zu beschleunigen.

Herausforderungen der Bildung in Afrika

Afrika hat derzeit eine Bevölkerung von 1,2 Milliarden Menschen, die sich bis 2050 voraussichtlich auf 2,5 Milliarden mehr als verdoppeln wird. Es überrascht nicht, dass mehr als 50% dieser Bevölkerung Kinder und Jugendliche sind, denn Afrika ist in der Tat der jüngste Kontinent der Welt! Leider rangiert Afrika im Bildungsbereich bei vielen Indikatoren am unteren Ende der Skala. Mit dem Bevölkerungswachstum wird das Problem der Bildung exponentiell.

In Simbabwe sind 4,7 Millionen Kinder im Schulalter (3-16 Jahre alt) bei einer Gesamtbevölkerung von 13 Millionen Menschen (letzte Volkszählung von 2012). 26% oder 1,2 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule und mehr als 750.000 Kinder sind einem hohen Risiko ausgesetzt, die Schule zu verlassen. Von den 3,5 Millionen Schülern absolvierten zwischen 2006-2016 42,1% die Primarschulprüfung und nur 19,7% die Sekundarschule. Die Ausfallraten sind daher enorm. Die Untersuchung der Ursachen für diese hohen Fehler- und Abbrecherquoten hängt mit zwei Hauptproblemen zusammen, die auch in ganz Subsahara-Afrika beobachtet wurden: Die Bildungskosten sind zu hoch und Massenbildungsmodelle des 20. Jahrhunderts bieten den Lernenden eine schlechte Qualität. Das ist es, was die Entwicklung in Simbabwe starkt behindert, wie es auch in den meisten afrikanischen Ländern der Fall ist.

 

Projekt einer digitalen Schule

Um die Probleme der Bildung und der Schulanpassung im 21. Jahrhundert anzugehen, wurde das EAGLE (Enhance Access to Great Learning Experiences) Projekt ins Leben gerufen, um gleichzeitig die hohen Kosten und die unzureichende Qualität der Bildung durch den Einsatz von IKT-Technologien anzugehen. Die Hauptidee besteht darin, den Zugang zu relevanter, erschwinglicher, zugänglicher und verantwortungsvoller Bildung (im Sinne einer Überwachung der Ziele), insbesondere für Kinder aus Haushalten mit niedrigem Einkommen, zu fördern, um das produktive und kreative Potenzial Afrikas zu erschließen. Die Initiative richtet sich an gefährdete Bevölkerungsgruppen, insbesondere an Kinder, die aus Mangel an Ressourcen die Schule abgebrochen haben oder die nie zur Schule gegangen sind, weil es an lokalen Schulgebäuden, insbesondere in ländlichen Gebieten, mangelt. Die von EAGLE entwickelten Inhalte kommen auch Kindern in formalen Schulen zugute, da sie engagiert, praxisnah und mit dem nationalen Lehrplan und den Schulabschlüssen Simbabwes verknüpft sind. Zunächst wird das Projekt 2019 etwa tausend Kinder erreichen, in den Folgejahren dann zehntausende.

Project coordinator with students  

Team

Das Projekt wird vom simbabwischen EAGLE Learning Trust und dem Schweizer Verein Guinkouma durchgeführt. Die Projektleitung liegt bei Moses Mora, Informatiker, und Content-Manager Mbonisi Mlotshwa, einem leidenschaftlichen Lehrer mit langjähriger Erfahrung in Großbritannien und Simbabwe. Das erweiterte Team besteht aus Lehrern und Pädagogen, Unternehmern, Informatikern und Technikern.