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Schulzentrum Guinkouma in Burkina Faso

Die Schule Guinkouma* begann mit der Eröffnung der ersten Primarschulklasse mit 15 Schülern im Jahr 1995 am Standort Tabtenga in Ouagadougou, Burkina Faso. Im Laufe der Jahre hat sie sich an 3 Standorten unterschiedlicher Größe entwickelt und beherbergt derzeit mehr als 2’000 Schüler, die Zugang zu einer komplette Grundausbildung haben (Kindergarten, Primarschule, Sekundarschule, Gymnasium optional).

* Guinkouma bedeutet "Solidarität" in Bissa, der Muttersprache von Bruno Bambara, Gründer des Schulzentrums Guinkouma.


Ursprung des Projektes

Für uns begann dieses Projekt als ein Märchen, dessen Sprache wir uns leihen.

« Es war einmal in Ouagadougou - Hauptstadt des "Landes der rechtschaffenen Menschen" - in einem Vorort ohne Strom und Wasseranschluss eine kleine Primarschule von Armen, gegründet mit äußerst wenig Mitteln durch einen jungen Lehrer Namens Bruno Bambara, dessen Ziele und Dynamik umgekehrt proportional zu seinen Finanzen waren.

Angefangen mit einer Klasse, besteht die Primarschule Guinkouma in Tabtenga heute aus den sechs Primarstufen mit über 300 Schülern.

Mangel an Geld und Land machten es unmöglich, dieser Schule eine Sekundarschule anzuschliessen, die den Schulkindern eine komplette Grundausbildung ermöglicht hätte - also eine bessere Zukunft in einem Land, wo die Schulen noch nicht ausreichend sind. Diese Tatsache betrübte Bruno Bambara, der mit allen Mitteln versuchte, andere Menschen auf sein nobles Projekt aufmerksam zu machen.

Sein Durchhaltewille und die Suche nach Opportunitäten brachte ihn 1999 ans Internationale Kinderforum, welches anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention in Genf stattfand. Dort lernte er einen jungen Schweizer kennen, Nicolas Crettenand. Auf dem Rückflug von diesem Forum, zu welchem er mit einem seiner Schüler eingeladen worden war, machte er die Bekanntschaft mit einer weiteren Schweizerin, Nelly Fries, welche nach Burkina Faso reiste, um eine Bibliothek einzurichten.

Mit der Unterstützung seiner Schweizer Freunde wurde im Jahr 2000 ein Stück Land von 6 Hektaren in Saaba, am Stadtrand von Ouagadougou, erworben und im Frühling 2001 ein Tiefbrunnen gebohrt. Dank diesem Brunnen dursten die Schulkinder während der Schulzeit nicht mehr und die umliegende Bevölkerung hat endlich einen Zugang zum Trinkwasser in der Nähe.


Von einer Primarschule zu einem Schulzentrum

Im Anschluss an die Primarschule wurde in Saaba dank der Finanzierung unseres Schweizer Vereins eine Sekundarschule (derzeit 15 Klassen) nach klimatischen Standards gebaut. Nach einer Cholera-Krise wurde 2006 eine Krankenstation in Betrieb genommen auf dem Gelände, welches von 6 auf 15 Hektar angestiegen war. Diese Struktur ist nicht nur für die Schule, sondern auch für die Bevölkerung der Umgebung bestimmt. Der neueste Bau, der ebenfalls von unserem Verein finanziert wurde, ist ein großes zweistöckiges Gebäude im Erdgeschoss mit einer großen Bibliothek und einem Studienraum. Da sich Saaba stark entwickelt hatte, war es notwendig, Primschulklassen (derzeit 6 Klassen) und Kindergartenklassen zu bauen.

Die folgenden Satellitenbilder zeigen die Entwicklung zwischen 2003 und 2013. Der heutige Stand ist sichtbar auf Googlemap.

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Im Jahr 2007 wurde ein dritter Guinkouma Standort, Wayalguin, mit Primar- und Kindergartenunterricht eröffnet.

Im Jahr 2014 wurde von Bruno Bambara eine Lehrerausbildung in Guinkouma eröffnet.

Zwischen 2002 und 2008 ermöglichten Jugend- und Erwachsenenlager, die in Zusammenarbeit mit der Schweizer NGO Nouvelle Planète organisiert wurden, das Projekt durch die Teilnehmer bekannt zu machen und die für seine Entwicklung notwendigen Mittel aufzubringen.

Das Ziel, das wir verfolgen, ist die ENTWICKLUNG DURCH BILDUNG.

Derzeit hat das Guinkouma Schulzentrum über 2’300 Schüler im Kindergarten, Primar- und Sekundarschule und Gymnasium an den drei Standorten. 

Angefangen in einem der ärmsten Viertel der Hauptstadt, hat sich Guinkouma einen soliden Ruf erworben und sehr hohe akademische Werte erreicht. Das Schulzentrum vergisst nicht Kinder aus benachteiligten Familien und bietet Tausenden von Schülern die Möglichkeit, eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu erhalten.


Team

Das Guinkouma Schulzentrum, zu der Schulen an den drei Standorten gehören, wird von dem Gründer und Direktor Bruno Bambara und seiner Frau Françoise Bambara geleitet. Beide sind Lehrer und leben ihren Beruf mit Leidenschaft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Guinkouma Schulzentrums: Link.

Die Schweizer NGO Nouvelle Planète[1]  hat von Anfang an als Beraterin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung dieses Projekts gespielt. Durch die lokale Niederlassung in Ouagadougou hat Nouvelle Planète eine wichtige Betreuung bei der Realisierung der Infrastrukturen übernommen. 

[1] www.nouvelle-planete.ch